Gesunde, lange, volle Haare gelten als wahre Blickfänger bei Frauen: welcher Mann hat sich noch nicht umgedreht, nachdem eine Frau mit einer Traummähne an ihm vorbei gelaufen ist!

Umso ärgerlicher ist es, wenn „Haarkrankheiten“ der Haarpracht gefährlich werden – vor allem wen man mit einfachen, wenigen Schritten dem Ganzen vorbeugen kann, um es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Daher wollen wir Ihnen mit unserem heutigen Beitrag zur Haarpflege die Thematik „Haarspliss“ näher bringen.

Was ist eigentlich Haarspliss?

Beim Haarspliss – oder häufig auch nur Spliss genannt – spalten sich die Haarspitzen in 2 Teile auf. Diese Spaltung kann sich bis zur Haarwurzel hochziehen.

Das ist keine „Krankheit“ im eigentlichen Sinne, sondern eine normale Veranlagung aufgrund des genetischen Aufbaus des Haars.

Haarspliss
Ein vom Spliss befallenes Haar
Foto: Knopfkind Lizenz: CC BY-SA 3.0
Die Ursachen hierfür können sein:
  1. Natürliche Ursachen:
    Umwelteinflüsse, Sonnenbestrahlung, trockene Luft
  2. Chemische Ursachen:
    häufiges Färben und Blondieren, Dauerwellen, aggressive Stylingprodukte
  3. Mechanische Ursachen:
    Reibung durch Bewegung an der Kleidung, zu heißes Föhnen, häufiges Glätten
Langes Haar ist aufgrund seiner Struktur und des faserigen Aufbaus besonders anfällig für Spliss. Frauen, die eine Kurzhaarfrisur tragen sind in aller Regel eher selten davon betroffen, da durch regelmäßiges Schneiden der Spitzen es gar nicht erst zur Haarspitzspaltung kommt – aber auch hier kann es zum Spliss kommen, z.B. durch dauerhaftes blondieren der Haare oder dem Einsatz aggressiver Stylingprodukte.

Ich habe Haarspliss – und nun?

Sind die Haare erst mal davon betroffen, gibt es meist nur eine Möglichkeit:

  • die betroffenen Spitzen abschneiden

Nun gibt es in der heutige Zeit Unmengen an chemischen Produkten zu kaufen, die genau hier ansetzen (wollen): vorhandenen Haarspliss reduzieren bzw. ganz beseitigen

Ist doch super! Oder?

In der Theorie schon, in der Praxis leider nicht. Die Begründung ist leicht zu erklären: beim Spliss spalten sich wie bereits geschrieben die Haarspitzen auf und „verzotteln“ – das Haar sieht rau und ungepflegt aus. Nun wollen Shampoos, Kuren & Co in der Lage sein, die gespaltenen Haare wieder zusammenzufügen, so dass eine glatte Oberfläche entsteht. Jeder, der schon mal ein Seil bestehend aus mehreren Fasern aus Versehen aufgeraut hat und dieses wieder zusammenknüpfen wollte, weiß wie verdammt schwierig das ist.
Arganöl Shampoo
Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:
1. Spliss-Cut

Der Splitt-Cut ist eine recht aufwendige Methode: man nehme eine Haarsträhne genommen, dreht diese nach oben bis zur Kopfhaut. Die gespaltenen Haare stehen nun von der gebündelten Strähne ab und können mit einer heißen Schere abgeschnitten werden.

Folgt ein User-Video von Youtube, in dem das Verfahren nochmal anschaulich erklärt wird:


2. Spitzen schneiden

Die wohl einfachere und schnellere Methode ist, die beschädigten Spitzen soweit zurück zu schneiden, dass nur noch „gesundes Haar“ übrig ist. Dies können 0,5 cm bis hin zu 3, 4, 5 oder mehr cm sein, je nachdem wie stark die Haare schon beschädigt sind.

Die Spitzen zu schneiden ist die leichteste & schnellste Methode
Die Spitzen zu schneiden ist die leichteste & schnellste Methode

Haarspliss vorbeugen – denn Vorsicht ist besser als Nachsicht!

Im Idealfall lässt man es natürlich erst gar nicht so weit kommen, dass Haare beschädigt und in Folge dessen gekürzt werden müssen. Zwar gibt es keine (dauerhaft effektiven) Produkte, welche helfen wenn es bereits zu spät ist, dafür aber umso mehr Produkte & Methoden, die Vorbeugend angewendet werden können:

10 11 Tipps gegen Haarspliss


  1. Haare hochbinden

    Die Haare gerne öfter mal hochbinden (z.B. zum Pferdeschwanz), so dass diese nicht allzu sehr an den Schultern bzw. Kleidung reiben.


  2. Zopfgummi & Co

    Wenn ein Zopfgummi verwendet wird drauf achten, dass es nicht immer an der gleichen Stelle angesetzt wird, weil ansonsten die Haare an jener Stelle überstrapaziert werden.


  3. Färben vermeiden

    Sie sollten die Haare möglichst selten blondieren und wenn zum Färben natürliche und schonende Pflanzenhaarfarbe verwenden


  4. Föhnen und Glätten

    Raus aus der Dusche und schnell die Haare trocknen. Wer kennt das nicht. Allerdings sollte man (zu heißes) Föhnen oder Glätten unbedingt vermeiden


  5. Styling-Produkte

    Styling-Produkte sind zum täglichen Styling sehr hilfreich, keine Frage. aber: weniger ist mehr: Haarspray, Styling-Gel, Schaumfestiger & Co bitte nur in Maßen verwenden. Außerdem kann zu viel an Styling-produkten auch zu einer gereizten Kopfhaut führen.


  6. Richtig die Haare trocknen

    Die Haare nach dem Duschen / Baden nicht mit dem Handtuch trocken reiben, sondern einen Turban machen oder das Wasser aus den Haaren herausdrücken


  7. Pflegespülung nutzen

    Zu jeder Haarwäsche eine Pflegespülung verwenden. Zudem sollten die Haare nicht täglich gewaschen werden!


  8. Haarkur anwenden

    Zur intensiven und vorbeugenden Pflege 1x die Woche eine Haarkur ohne Silikone mit Arganöl anwenden


  9. Die richtige Bürste

    Zum Bürsten der Haare eine Wildschweinborstenbürste verwenden


  10. Das richtige Haarshampoo

    Verzichten Sie auf ein chemisches Haarshampoo sondern nehmen Sie lieber eines auf Naturbasis ohne Silikone und weiteren schädlichen Inhaltsstoffen.


  11. Das wichtigste: die Haarspitzen

    Und zum Schluss das Wichtigste: die Haarspitzen regelmäßig schneiden lassen – gibt dem Haarspliss keine Chance!


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